Raus aus der Wohnung

Mitte Februar wurde uns völlig überraschend unser Mietvertrag gekündigt und die Wohnung zum Verkauf inseriert. Schon bei der Ankündigung waren wir genervt von den Wohnungsbesichtigungen, die auf uns zukommen würden: sowohl von denen potentieller KäuferInnen in unserer aktuellen Wohnung als auch von unseren in möglichen neuen Unterkünften.

Wie sich herausstellen sollte, waren die Vorstellungen unseres Vermieters zum Wert der Wohnung etwas überzogen. Dementsprechend hat es leider einige Besichtigungstermine bis zu einem zufriedenstellenden Kaufangebot gebraucht. Nachdem wir zu den Terminen der offenen Wohnungstür lieber nicht daheim sein wollten, haben wir die Zeit für Erlebnisse in Stockholm genutzt. Wir sind ja eher selten in der Innenstadt und haben ein paar neue Ecken für uns entdeckt.

An den Wochenenden trennen wir uns generell eher schwer vom Pyjama und frühstücken daher am liebsten zuhause. Mit vormittags angesetzen Besichtigungsterminen sind wir im März aber gleich mehrfach dazu gekommen das Frühstücksangebot unserer Lieblingsbäckereien zu testen.

Das schöne März-Wetter hat zum Glück gehalten. Einmal draußen aus der Wohnung, wollten wir gar nicht mehr so schnell zurück und haben lieber in der Sonne gespielt, Möwen beobachtet oder vorm Standesamt des Stadshus eine Trauung nach der nächsten verfolgt.

Ende März wurde die Wohnung schlussendlich um umgerechnet rund 1 Mio. Euro verkauft. Nur ein paar Tage später haben wir ebenfalls eine neue Wohnung zugesagt. Leider gab es kein Angebot direkt in unserem aktuellen Wohnviertel und wir werden nun eine Ecke weiter ziehen. Für uns war vor allem wichtig, dass Johanna den Kindergarten nicht wechseln muss. Ab Sommer benötigen wir dann anstelle von fünf eben 20 Minuten von der Wohnungstür bis zum Kindergartentor.


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