Glad Midsommar!

Mittsommer ist das wichtigste Fest im schwedischen Jahreslauf. Der längste Tag des Jahres wird mit Tänzen um die, mit Blumen und grünen Zweigen geschmückte, Mittsommerstange ausgiebig gefeiert.

Nachdem wir Mittsommer im Vorjahr in Hågelbyparken zelebriert haben, mussten wir in diesem Jahr leider umdisponieren. Thomas war vormittags im Büro und wir konnten keinen ganztägigen Ausflug unternehmen. Stattdessen haben wir uns am frühen Nachmittag die Fahrräder geschnappt und sind zum Mittsommerfest hier auf der Lidingö geradelt.

Feiern am Wasser

In der kleinen Bucht Hustegaholm wird jährlich die öffentliche Mittsommer-Feier der Stadt Lidingö abgehalten. Dabei geht es ganz locker und ungezwungen zu. Picknick einpacken, Platz suchen, Decken ausbreiten und eine schöne Zeit verbringen. Die Live-Band spielt unplugged schwedische Klassiker wie „Små grodorna“ oder „Vi äro musikanter“. Dazu wird um die geschmückte Stange getanzt und ausgiebig gelacht.

Bei dem herrlichen Wetter waren wir wenig überraschend in sehr guter Gesellschaft. Aktuell leider weniger schön: Achtet mal auf den Boden, der ist staubtrocken. Seit Anfang Mai hat es in Stockholm nicht mehr ergiebig geregnet. Und heute war es auch wieder richtig heiß (knapp 30 Grad). Seit Wochen herrscht striktes Feuer-Verbot, mittlerweile sogar an den befestigen öffentlichen Grill-Stationen. Auf Lidingö wurden am Friedhof gleich auch noch sämtliche Kerzen entfernt, weil die Angst vor Waldbränden enorm ist.

Mittsommer-Menü

Wieder zuhause haben wir uns ein klassisches Sommermenü mit unseren Mittsommer-Favoriten zubereitet. Bei uns kommen gerne Dill-Erdäpfel, warm geräucherter Lachs mit Hovmäster-Sauce, in Senf eingelegter Hering und Skagenröra (DAS Sommergericht, Garnelen in einer Sauce aus Joghurt und Mayonnaise, mit viel Zitrone, bissl Kaviar und Dill oben drüber).

Kein Mittsommer ohne Erdbeeren. In diesem Jahr haben wir uns die kleinen Früchte zur österreichischen Schoko-Torte gegönnt. Was für ein fabelhafte Kombination für uns.

Nachdem die Kinder im Bett waren, haben wir uns zum gemütlichen Tagesausklang noch mit den Nachbarn gemeinsam an den Steg gesetzt. Spätnachts konnten wir der Sonne beim Untergehen zuschauen. Nur 2,5 Stunden später hat sie schon wieder über den Horizont geblinzelt. Aber da haben wir bereits tief und fest geschlafen und vom beginnenden Urlaub geträumt.


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