Eine Nacht in Västerås

Die Industriestadt Västerås liegt etwa eine Autostunde von Stockholm am See Mälaren. Wir kennen die Stadt aus zwei Gründen:

  1. Thomas‘ Kollegin pendelt von hier täglich ins Büro.
  2. Am Stadtrand steht das ausgezeichnete Steam Hotel.

Das Hotel wollten wir uns unbedingt mal live ansehen. Also haben wir Mitte Februar unseren kleinen Koffer gepackt und sind für eine Nacht nach Västerås gedüst. Unterwegs haben wir ganz schön viel gesehen.

Zurück ins Mittelalter

Unser erster Stop war der Mini-Ort Härkeberga. Hier steht eine außen völlig unscheinbar wirkende Kirche mit ziemlich überwältigendem Inneren: Die Wände und Decken des Haupt- und Seitenschiffs sind vollständig mit alten Kalkmalereien verziert. Die Bilder zeigen Szenen aus der Bibel und wurden im Mittelalter angebracht. Entsprechend furchteinflössend und schaurig sehen sie auch aus.

Im Landcafé

Nur ein paar Kilometer weiter liegt das „Skuggans Café“. Das einfache Café wird von einer Familie direkt im Wohnhaus betrieben. War sehr nett und hat unsere These, dass die Schweden außerhalb Stockholms wesentlich zugänglicher sind als jene in der Hauptstadt, wieder einmal bestätigt. Wir wurden gleich gefragt, ob wir denn mit der österreichischen Familie im nächsten Ort bekannt wären und waren ganz stolz auf uns, dass wir sämtliche Unterhaltungen mit Gastgeberin und Gästen auf schwedisch gemeistert haben.

Tierisches Vergnügen

In Västerås angekommen, mussten wir erstmal das Freilichtmuseum erkunden. Johanna liebt die schwedischen Outdoor-Museen, da es immer und überall Tiere gibt. Und natürlich Kanelbulle (nicht im Bild, da zu schnell angeknabbert).

Checking in

Irgendwann haben wir es dann doch auch ins Hotel geschafft. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Aus dem ehemaligen Dampfkraftwerk ist ein ziemlich geniales, 18 Stockwerke hohes Destination Hotel mit richtig gutem Service (in Schweden keine Selbstverständlichkeit) geworden. Der Blick auf den See ist auch nicht gerade schlecht. Wir haben zudem fantastisch gegessen und sind rundum glücklich ins Bett gefallen.

Am Eis

Am Sonntag hat uns die Sonne ins Gesicht gelacht und zu einem Spaziergang am Eis motiviert. Der See war noch rund 30 cm dick gefroren und unzählige Leute haben sich darauf getummelt. Also sind wir auch los und haben mit Kind und Kegel eine kleine Runde am Mälaren gedreht bevor wir einen Abstecher zur Wikinger-Grabanlage Anundshög gemacht haben.

Im Schlosspark

Und weil das Wetter tatsächlich so perfekt war und die Tage ja schon richtig lang sind, haben wir noch einen Halt eingelegt um im Park von Schloss Venngarn Sonne zu tanken, im Schnee zu spielen und die Kerzen-Manufaktur zu besuchen. Hier hätten wir auch gerne was gegessen, aber leider hat uns die Küche vor der Nase zugesperrt. Das werden wir bei Gelegenheit bald mal nachholen, die Köttbullar haben nämlich ausgezeichnet ausgesehen.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Eine Nacht in Västerås“

  1. So nette interessante Bilder aber Schnee brrrrr. Da ziehe ich derzeit lieber noch 12 Grad Atlantikklima vor hehe.

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