Es ist Sonntagnachmittag Mitte Juni. Die Sonne scheint, das gröbste Chaos der Wohnungs-Siedelei beseitigt. Und bald feiern wir Midsommar. Zeit, einen Ausflug nach Vaxholm, die Hauptstadt der Stockholmer Schären, zu machen und ein bisschen Urlaubsfeeling zu tanken. Im Grunde wollen wir nur ein paar Stunden aus der Wohnung raus und nicht über Einkaufslisten und IKEA-Möbel nachdenken müssen.
Vaxholm liegt strategisch wichtig an einer Engstelle. Alle Fähren, die von Stockholm Richtung Schärengarten fahren, kommen hier vorbei. Die Stadt bezeichnet sich selbst als Hauptstadt des Schärengartens. Gerade im Sommer lässt es sich hier ganz wunderbar auf einer Bank im Hafen sitzen und das Gewussel bei Fähren-Ankunft und -Abfahrt beobachten.
Unser erster Bootsausflug endete vor knapp zwei Jahren auch in Vaxholm. Damals aber ungeplant. Wir hatten weder die Geografie des Schärengartens, noch das System der Boots-Fahrpläne durchschaut und sind gleich mal gestrandet. Aber wir haben direkt Blut geleckt und sind seitdem regelmäßig für kleine Auszeiten hierher gekommen. Dass der Spielplatz in der Stadt ein absoluter Hit ist, schadet der Attraktivität als Ausflugsziel für uns natürlich auch nicht.
Da haben wir auch diesen Besuch gestartet. Schaukeln, klettern, rutschen, hüpfen,… erst ist Papa fertig, irgendwann ist dann auch das Mäuschen bereit weiterzugehen. Der Stadtkern ist ein Traum aus pastellfarben gestrichenen Holzhäusern. An denen vorbei geht es direkt zum Hafen. Wir holen uns die tägliche Dosis Erdbeeren. Ein paar Meter weiter finden wir Schären-Deko für die neue Wohnung. Und dann können wir endlich das Café im historischen Hembygdsgård probieren.
Darauf haben wir (oder ehrlicherweise vor allem Barbara) schon zwei Jahre gewartet. Seit wir in Schweden sind wurde hier umgebaut, aber zu Walpurgis war es endlich Zeit für die Neu-Eröffnung. Das Warten hat sich definitv gelohnt! Wir haben es uns im Garten gemütlich gemacht, Boote beobachtet und uns durch die Karte gekostet.
Bis bald liebes Vaxholm!
