Fischerdorf Smögen

Road Tripping zwischen Himmel und Meer

Die Überschrift haben wir aus unserem Reiseführer geklaut: Laut Lonely Planet ist eine Reise an der felsigen Küste Bohusläns wie eine Fahrt zwischen Himmel und Meer: rau und wunderschön. Das beschreibt es ziemlich gut: Wir haben viele farbenfrohe Dörfer besucht, Meeresfrüchte in Hülle und Fülle genossen und viel Zeit am Wasser verbracht.

Unsere Lieblingsorte:

Die Küste von Bohuslän erstreckt sich von der norwegischen Grenze Richtung Süden bis knapp nördlich von Göteborg. Die Strecke ist durchgängig felsig und die Vegetation eher karg. Im Wasser dagegen tummelt sich die Artenvielfalt. Die Aussicht auf reiche Beute lockt auch viele Wasservögel hierher. Vor allem in den kurzen Sommerwochen geht es zu Land ebenfalls rund: Eine Unterkunft zu finden war eine echte Herausforderung. Aber nach unserem Besuch hier können wir gut verstehen, dass die Region so beliebt ist.

Fjällbacka

Ungefähr auf halber Höhe des Küstenabschnitts liegt Fjällbacka. Wir wollten den Tag hier eigentlich vor allem im Wasser verbringen, wurden aber von einer Vielzahl Quallen unangenehm überrascht. Dem Hinweis auf deren Ungefährlichkeit haben wir nicht so ganz vertraut und lieber dem Sandspiel den Vorzug gegeben bevor wir eine Runde durch den Ort spaziert sind. Passend zur Stimmung gab es erst einen Toast Skagen mit Shrimps und am Abend geräucherten Lachs aus der lokalen Fischhandlung.

Smögen

Wir wissen nicht wie ausgerechnet das kleine Smögen so berühmt wurde, aber die bunten Fischerhütten im Ort gehören zu den meist fotografierten Motiven in Schweden. Neugierig, ob es tatsächlich so entzückend aussieht, sind wir direkt nach dem Frühstück aufgebrochen, um das Dorf zu erkunden.

In der Früh war an der Promenade noch nichts los und wir konnten ungestört dahin spazieren und ein bisschen bummeln. Zu Mittag war es mit der Ruhe vorbei und am Hafen haben reihenweise Partyboote angelegt. Das wurde uns dann zu viel. Wir sind lieber noch ein bisschen über die Klippen gewandert und haben die Aussicht auf’s Meer genossen.

Koster Inseln

Ganz im Norden der Küste Bohusläns, nur ein paar Kilometer nach der norwegischen Grenze, liegt Strömstad. Von hier legen die Fähren auf die Koster Inseln ab. Wir haben uns entschieden auf der südlichen, größeren Koster Insel auszusteigen. Erster Stopp: das Besucherzentrum Naturum. Die Koster Inseln sind ein marines Schutzgebiet, über das hier sehr ausführlich und kindgerecht informiert wird. Besonders lässig war die Führung zum Aquarium mit fünf verschiedenen Seesternen, Krabben und Krebsen, Muscheln und vielem mehr zum Angreifen.

Danach war es Zeit für eine Mittagspause und dann ging es an den Sandstrand. So weit weg vom Festland haben wir mit eiskaltem Wasser gerechnet, aber es war überraschend angenehm und wir konnten relativ normal ins Meer gehen (also ohne Luft anhalten / Augen zu und durch Methode).

Anekdote zum Ausflug: Auf der Insel haben wir zum ersten Mal seit unserem Umzug nach Schweden tatsächlich Bargeld benötigt! Ein Glück, dass Thomas tatsächlich immer ein paar Kronen als Reserve eingesteckt hat.

Vitlycke Museum

In den kargen Wäldern ein Stück hinter der Küste gibt es im und rund um das Vitlycke Museum Steinritzungen aus der Bronzezeit zu entdecken. Ähnlich wie am Vortag auf den Koster Inseln hatten wir auch hier Glück und sind unverhofft zu einer Führung gekommen. Jetzt wissen wir, dass die vielen Boote auf den Felswänden darauf zurückzuführen sind, dass anno dazumal das Meer noch viel weiter ins Land gereicht hat und hier reger Schiffsverkehr herrschte.

In der Region gibt es unzählige spannender Motive zu bestaunen. Wir haben uns nur einen kleinen Teil angesehen, da sich Waldwege und Kinderwagen nur bedingt vertragen. Solltet ihr mal in der Nähe sein, können wir einen Stopp sehr empfehlen. Es ist tatsächlich viel spannender als es sich erst liest (zumindest wir waren sehr positiv überrascht)!

Hamburgsund

Das kleine Hamburgsund haben wir zufällig entdeckt: Johannas Sandalen haben plötzlich gedrückt und es mussten neue her. Das einzige Schuhgeschäft mit mehr als nur Flip-Flops gibt es ausgerechnet in Hamburgsund. Neben neuen Schuhen für uns alle haben wir einen lustigen kleinen Schiffs-Spielplatz, ein spitzen Eis-Café und ein ausgezeichnetes Muschel-Lokal gefunden. Das hat uns so beeindruckt, dass wir gleich zweimal hier waren bevor wir unseren Road Trip Richtung Süden fortgesetzt haben.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Sommer 2022 Road Trips. Weitere Inhalte:


Veröffentlicht

in

,

von

Entdecke mehr von barbara + thomas

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

barbara + thomas