Die ehemalige Industriestadt Norrköping ist heute für ihre zukunftsfähige Nutzung alter Fabriksgebäude bekannt. Das bekannte Industrieviertel erstreckt sich vom Zentrum der Stadt entlang des Flusses Motala. Das Gefälle und die damit verbundene hohe Fließgeschwindigkeit des Stroms wurde vor allem von Textilfabriken genutzt wurde.
Als in den 1970er Jahren die letzten Textilunternehmen ihre Geschäfte schlossen, hat sich die Stadt gegen den Abriss der Produktionshallen entschieden. Über die Jahre sind stattdessen Wohnungen, Cafes, Restaurants und Museen eingezogen. Ein großer Teil der Gebäude wird von Universität Linköping für Forschungseinrichtungen genutzt.
2017 wurde Norrköping als eine der attraktivsten Städte Schwedens ausgezeichnet. Die Geschichte dahinter hat uns neugierig auf die Industrielandschaft gemacht. Zu Barbaras Geburtstag haben wir uns daher für ein Wochenende in der Stadt entschieden.

Gestartet haben wir im Arbeitsmuseum, wo sich Thomas und Johanna eine eigene Ausstellung für Kinder bis sechs Jahre angesehen haben, während Barbara und Olivia in der Stadt spazieren waren. Am Spielplatz mitten im Industrieviertel haben wir die bekanntesten Gebäude Norrköpings im Kleinformat bewundert. Zum Abendessen ging es in den Kvarterskrogen Asken, in dem es tatsächlich Edelbrände vom Gölles in Riegersburg gab. Das Lokal liegt im Viertel Knäppingsborg, in dem ursprünglich Mehl und Snus (die schwedische Tabak-Variante) produziert wurden.
Am Sonntagmorgen waren wir die ersten beim Frühstück – das ist uns bisher auch noch nie passiert. Bei typischem Nieselwetter sind wir am Fluss entlang spaziert und schließlich wieder in Knäppingsborg gelandet. Diesmal haben wir in einem kleinen Bistro zu Mittag gegessen und uns dann langsam auf den Heimweg gemacht.















